Zweck der Tagungen

Während der sozialanalytischen Tagungen sollen die unbewußten Bilder der privaten und gesellschaftlichen Probleme wiederbelebt und deren Lösungsversuche auf einer anderen Ebene erprobt werden: Neubeginn als Prozess der Begegnungen. Es ist das Ziel der Tagungen, die Teilnehmer die unbewußten Prozesse, die mit den jeweiligen Tagungsthemen verbunden sind, wahrnehmen zu lassen.

Dazu werden besondere Vortrags- und Gruppenformen benutzt, in denen sich diese Prozesse widerspiegeln sollen.


Ausgangspunkt für Gruppenkonstellationen sind Zwänge und Freiräume, mit denen jeder in den verschiedenen Institutionen unserer Gesellschaft konfrontiert ist.

Jeder hat seine eigenen, durch individuelle und allgemeine Sozialisationen geprägte Vorstellungen zu gesellschaftlichen Prozessen und Fragestellungen. Diese Schemata müssen immer wieder einer Veränderung unterworfen werden. Aufforderung zur Veränderung löst jedoch Angst und Abwehr aus. So stoßen wir auf verschiedene Blockierungen: starre Verallgemeinerungen, Traditionen und Zeitnöte.


Durch die gemeinsame intensive Bearbeitung der den Tagungsthemen immanenten unbewussten Hintergründe soll die Flexibilität unseres Denkens, Fühlens und Handelns erweitert werden, so dass wir die natürlichen und technischen Veränderungen unserer Welt nutzen und genießen können.


Es ist das primäre Ziel der Tagungen, die Teilnehmer durch das erneute Reflektieren - von Person zu Person, von Gruppe zu Gruppe - in eine lebendige Erregung zu versetzen, um eine neue Version für Wahrnehmungen von Fragestellungen und Lösungsansätzen zu ermöglichen, die die Teilnehmer dann in ihren jeweiligen individuellen und gesellschaftlichen Positionen erproben und umsetzen können.